Luftfeuchtigkeit im Winter

Kosten, Einzug, Nachbarn, Grillen.....
stevenprice
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von stevenprice » Sa 28. Jan 2017, 19:47

Bei der originalen natürlich nicht. Die kostet aber auch fast das 3 fache ;-).
Wir bauen ein VIO 300 mit Wintergarten und LWZ 304 Trend
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CarstenK
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von CarstenK » Sa 28. Jan 2017, 22:57

Wir haben in den meisten Räumen so um de 30%Luftfeuchtigkeit..nach dem Duschen oder saunieren lassen wir manchmal die Tür auf, damit etwas Feuchtigkeit rauszieht. Uns Stört die relativ trockene Luft nicht.
Medley 220 auf Bodenplatte, 160cm Kniestock, Wintergarten, Carport, LWZ 304, Kamin.

Baustand: komplett fertig!

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Flukke
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Flukke » So 29. Jan 2017, 00:30

Wir haben vorletztes Jahr mit FingerHaus gebaut (Fußbodenheizung, Raumtemperatur ca. 21 °C, Lüftungsanlage Zehnder ComfoD 350.)
Nun haben wir unseren zweiten Winter in unserem FingerHaus hinter uns.

Im ersten Winter hatten wir extrem niedrige Luftfeuchtigkeit im Haus - je nach Außentemperatur deutlich bis unter 30 %. Der Inhalt einer komplett vollen Waschmaschine war per Wäscheständer innerhalb von 2-3 Stunden knochentrocken, ohne merkliche Erhöhung der Luftfeuchtigkeit im gesamten Haus. Also haben wir uns zwei Luftbefeuchter geholt (Ultraschall-Prinzip). Diese haben dann pro Woche zwischen 5 und 20 Liter destilliertes Wasser in den jeweiligen Raum geblasen. Räume mit Zuluft und ohne Luftbefeuchter sind allerdings trocken geblieben, da die Lüftungsanlage ja eine Luftströmung zu den Absaugungen hin verursacht.

Irgendwann haben wir dann das Ding zwischen unseren Ohren nochmal eingeschaltet - Die Erleuchtung:
- "Neue Häuser" sind relativ luftdicht, daher gibt es ein Schimmelrisiko, wenn zu wenig gelüftet wird.
- Lüftungsanlagen sollen die "verbrauchte", feuchte Luft abtransportieren und durch frische Luft von außen ersetzen.
- Im Winter wird die ohnehin oft schon trockene Außenluft über den Wärmetauscher der Lüftungsanlage vorgewärmt, also sinkt die relative Luftfeuchtigkeit der Zuluft weiter ab.
- Die Lüftungsanlage trocknet das Haus also praktisch innen aus, sie schießt sozusagen über das Ziel hinaus.

Was haben wir nun getan?

Abhilfe Nr. 1: Lüftungsanlage von der "Standard"-Stufe (2) runtergedreht auf Minimum (1). Dadurch wird die "aufwändig angefeuchtete" Luft nicht so schnell entfernt.

Abhilfe Nr. 2: Heizung von 22-23 °C auf 21 °C runtergedreht. (Jede wärmer die Luft, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen; bei selber absoluter Wassermenge [g/m³] sinkt mit steigender Temperatur die relative Luftfeuchtigkeit. Außerdem ist die "empfundene Wärme" feuchtigkeitsabhängig: 23°C@30%rF fühlt sich subjektiv kälter an als 20°C@50%rF!)

Abhilfe Nr. 3: Wärmetauscher durch Enthalpietauscher ersetzt (vom lokalen Heizungsinstallateur), Kosten ca. 800 €. (Diesen Punkt hätten wir uns gerne gespart - am liebsten schon bei der Bemusterung... ) Jetzt wird zwar "anscheinend" etwas weniger Wärme zurückgewonnen, denn die Zuluft ist kälter, dafür ist die Zuluft jedoch auch schon hinreichend feucht. Beim Befeuchten der Luft entzieht der Verdunstungsprozess des Wassers der Luft nämlich reichlich Wärme...

Resultat:
- Wir haben nun, trotz oft deutlicher Minusgrade seit dem Jahreswechsel, eine sehr konstante Luftfeuchtigkeit von ca. 50 %.
- Ein Luftbefeuchter läuft (mit Feuchtigkeitsregeler!) noch im Wohnzimmer, quasi als Regulierungsmaßnahme, der Wasserverbrauch ist auf ca. 1 bis 2 Liter/Woche abgesunken.
- Ein sehr angenehmes Wohnklima haben wir jetzt :-)

Rückblick:
In der Bemusterung wurde uns vom Enthalpietauscher abgeraten ("der bringt nicht viel, höchstens ein paar Prozent").
Fakt ist, dass der Enthalpietauscher die Luftfeuchtigkeit in folgenden Fällen kaum erhöht: bei geringen Feuchtigkeitsdifferenzen zwischen Zu- und Abluft, bei ohnehin hoher Raumluftfeuchte und bei verwendung hoher Lüfterstufen.
Bei uns ist es aber der umgekehrte Fall, daher bringt der Enthalpietauscher sehr viel: wir haben eine relativ niedrige Luftfeuchtigkeit eingestellt (50 %) und lassen die Lüftungsanlage auf kleinster Stufe laufen.

Ich hoffe, dass ich hiermit einen kleinen Beitrag zur großen Diskussion rund um die Luftfeuchtigkeit leisten konnte!

Viele Grüße,
Florian
Eigenentwurf (grobe Grundlage: "Flair 450")
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von stevenprice » So 29. Jan 2017, 11:55

Danke für den ausführlichen Bericht!
Ich bin mal gespannt, was das gute Stück bei der Bemusterung kosten soll. Ansonsten wird er nachgerüstet.
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von HB-NH2015 » So 29. Jan 2017, 12:02

Danke!

Tauscht man den dann je nach Jahreszeit gegen den Standard ?
Also im Sommer Standard, im Winter Enthalpietauscher ?
Vio 300 S130 in PLZ 34xxx
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Dez '15 Werksvertrag
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von stevenprice » So 29. Jan 2017, 12:36

Wenn man eine Sommerkassette hat benötigt man den alten gar nicht mehr, würde ich sagen?!
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Friedel » So 29. Jan 2017, 12:43

Aber bei dem Enthalpietauscher für die LWZ kann man dann die Luftfeuchtigkeit nicht regulieren? Der gibt doch immer 90% an die Zuluft ab?
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von stevenprice » So 29. Jan 2017, 12:59

Regulieren kannst du maximal über die Lüftungsstufe. Knapp 95% Temperaturrückgewinnung und 66% Feuchterückgewinnung.
Wir reden aber von Rückgewinnung, es wird keine nicht im Haus vorhandene Feuchtigkeit zugesetzt! :-)
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Bernd » So 29. Jan 2017, 13:03

Wie sollte man denn bei dem Wärmetauscher die Luftfeuchtigkeit regulieren können?

Ich meine, dass die Zehnder einen eingebauten Bypass hat. Da könnte man dann diesen öffnen, und kalte, trockene Luft am Wärmetauscher vorbei leiten, und somit die Luft etwas trockener machen.
Aber da die LWZ sowas nicht hat, kann man da auch nichts regulieren.
Vielleicht nur ein ganz klein wenig, in dem man eine höhere Lüfterstufe einstellt?!
142m² Eigenplanung mit Pultdach, WiGa, Podesttreppe, Gallerie und im kompletten OG Dach = Decke
auf 4.998m² Grundstück
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Friedel » So 29. Jan 2017, 13:07

Flukke schrieb er hat die Luftfeuchtigkeit auf ca. 50% eingestellt.
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Wilma » So 29. Jan 2017, 13:44

Friedel hat geschrieben:Flukke schrieb er hat die Luftfeuchtigkeit auf ca. 50% eingestellt.
Luftbefeuchter mit Feuchtigkeitsregler. ;)

Wenn ich so ein Teil betreibe/betreiben muss, kann ich mir den teuren Enthalpietauscher sparen.
Der ist mir die Ersparnis von ca. 4l Wasser täglich nicht wert...
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von ThorstenR » Mo 30. Jan 2017, 18:07

Wir haben bei 20 bis 21 Grad in den Zimmer so etwa 35% Luftfeuchtigkeit, wohnen aber auch erst 2 Tage drin. ;)
Wir bauten ein VIO 250 auf Bodenplatte mit zwei Erkern, LWZ 304, Somfy und KfW55
Hausstellung: 10.10.2016 -> Einzug: 28.01.2017 -> Erster im Neubaugebiet! ;)

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von wirbaueninbayern » Mo 30. Jan 2017, 21:05

Haben jetzt einen enthalpietauscher bestellt. Der:

http://flachkanalmarkt.de/WT-35-E-Entha ... metauscher

Sollte lt. Haustechnikdialog.de in die lwz passen. Werde berichten

b54
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von b54 » Di 31. Jan 2017, 08:21

da bin ich gespannt
Wir bauten ein Medley 3.0 200B mit 2,15 mtr Kniestock, LWZ 304,KFW 55 und KNX
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von klagoggle » Di 31. Jan 2017, 12:04

Danke euch für die Infos.
Habe aktuell zwei VENTA im Wohnzimmer / Küche / Esszimmer- da sinkt die Luftfeuchtigkeit schonmal unter 25%. Mit den Luftwäschern halt ich sie auf 40-46%.

Falls man im Winter den Enthalpie-Wärmetauscher und im Sommer die Sommer-Kassette einsetzt, ist doch das Original-Teil überflüssig, oder?
Wird dann, eigentlich noch Restwärme aus der Luft gezogen? Ich denke eher nicht, oder?
Wir bauten eine Medley 300 Stadtvilla auf Bodenplatte
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