Luftfeuchtigkeit im Winter

Kosten, Einzug, Nachbarn, Grillen.....
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Vio300 BaWü
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Vio300 BaWü » Di 31. Jan 2017, 17:54

Wir haben im Wohnbereich auch nen Luftbefeuchter stehen. Der zieht schon ordentlich was weg. Dadurch, dass ich noch bis zum Sommer zu Hause bin, kann ich das Wasser am nachmittag nachfüllen. So kommen wir auf knapp 40%. Sobald der aus ist, sinkt es wieder ganz schnell. Jetzt durchs Tauwetter draußen sind wir wieder bei 43%

In den Schlafzimmern ist ein Luftbefeuchter wegen dem Parkett leider nicht möglich
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ThorstenR
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von ThorstenR » Di 31. Jan 2017, 17:57

Warum ist ein Luftbefeuchter wegen Parkett nicht möglich? Unser Parkettleger meinte, es sollen auch 40% bis 50% Luftfeuchtigkeit sein.
Wir bauten ein VIO 250 auf Bodenplatte mit zwei Erkern, LWZ 304, Somfy und KfW55
Hausstellung: 10.10.2016 -> Einzug: 28.01.2017 -> Erster im Neubaugebiet! ;)

Blog: http://vio250.tumblr.com/

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von wirbaueninbayern » Di 31. Jan 2017, 20:39

Lieferung innerhalb 1Tag direkt von Dimplex. Format passt perfekt. Zur Funktion werde ich berichten.
Dateianhänge
IMG_20170131_192950.JPG
IMG_20170131_192818.JPG

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von wirbaueninbayern » Di 31. Jan 2017, 20:40

link zum Thema bei haustechnikdialog:

http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t ... PostSort=1

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von RedFury » Di 31. Jan 2017, 20:41

Danke! Bin auf deine Ergebnisse gespannt.
NEO343 mit Doppelgarage (6x9m), KFW40, LWZ304 Trend in PLZ 68xxx

Aktueller Status: eingezogen :mrgreen:

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von HB-NH2015 » Di 31. Jan 2017, 20:41

Aber ihr habt die 303/403 oder?

Ob das wohl auch in die 304 passt?
Vio 300 S130 in PLZ 34xxx
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Dez '15 Werksvertrag
Mrz '16 Vorbehaltausräumung
Mai '16 Planungsgespräch
Jun '16 Vorabzüge
Jul '16 Bauantrag
Okt '16 Bemusterung
Jan '17 Bodenplatte
Feb '17 Hausmontage
Apr '17 Endmontage

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von wirbaueninbayern » Di 31. Jan 2017, 20:43

Format soll bei allen LWZ das gleiche sein.

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von wirbaueninbayern » Di 31. Jan 2017, 23:31

Die bezeichnung ERV auf dem Typenschild des Täuschers führt übrigens zu Paul-Lüftung:
http://paul-waermetauscher.de/technisch ... r-erv.html

Entalphietauscher - Stichmaß 366 - Tiefe 350 - Standardausführung ohne Anbauteile - Typ
Dateianhänge
IMG_20170131_192825.JPG

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Vio300 BaWü » Mi 1. Feb 2017, 09:31

ThorstenR hat geschrieben:Warum ist ein Luftbefeuchter wegen Parkett nicht möglich? Unser Parkettleger meinte, es sollen auch 40% bis 50% Luftfeuchtigkeit sein.
Weil wir einen Vernebler haben und da lagert sich auf den Fliesen im EG schon was ab... Jetzt ist es draußen feuchter und die Luftfeuchtigkeit ist bei knapp 45%
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Vio300 BaWü
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Vio300 BaWü » Mi 1. Feb 2017, 09:39

Flukke hat geschrieben:Wir haben vorletztes Jahr mit FingerHaus gebaut (Fußbodenheizung, Raumtemperatur ca. 21 °C, Lüftungsanlage Zehnder ComfoD 350.)
Nun haben wir unseren zweiten Winter in unserem FingerHaus hinter uns.

Im ersten Winter hatten wir extrem niedrige Luftfeuchtigkeit im Haus - je nach Außentemperatur deutlich bis unter 30 %. Der Inhalt einer komplett vollen Waschmaschine war per Wäscheständer innerhalb von 2-3 Stunden knochentrocken, ohne merkliche Erhöhung der Luftfeuchtigkeit im gesamten Haus. Also haben wir uns zwei Luftbefeuchter geholt (Ultraschall-Prinzip). Diese haben dann pro Woche zwischen 5 und 20 Liter destilliertes Wasser in den jeweiligen Raum geblasen. Räume mit Zuluft und ohne Luftbefeuchter sind allerdings trocken geblieben, da die Lüftungsanlage ja eine Luftströmung zu den Absaugungen hin verursacht.

Irgendwann haben wir dann das Ding zwischen unseren Ohren nochmal eingeschaltet - Die Erleuchtung:
- "Neue Häuser" sind relativ luftdicht, daher gibt es ein Schimmelrisiko, wenn zu wenig gelüftet wird.
- Lüftungsanlagen sollen die "verbrauchte", feuchte Luft abtransportieren und durch frische Luft von außen ersetzen.
- Im Winter wird die ohnehin oft schon trockene Außenluft über den Wärmetauscher der Lüftungsanlage vorgewärmt, also sinkt die relative Luftfeuchtigkeit der Zuluft weiter ab.
- Die Lüftungsanlage trocknet das Haus also praktisch innen aus, sie schießt sozusagen über das Ziel hinaus.

Was haben wir nun getan?

Abhilfe Nr. 1: Lüftungsanlage von der "Standard"-Stufe (2) runtergedreht auf Minimum (1). Dadurch wird die "aufwändig angefeuchtete" Luft nicht so schnell entfernt.

Abhilfe Nr. 2: Heizung von 22-23 °C auf 21 °C runtergedreht. (Jede wärmer die Luft, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen; bei selber absoluter Wassermenge [g/m³] sinkt mit steigender Temperatur die relative Luftfeuchtigkeit. Außerdem ist die "empfundene Wärme" feuchtigkeitsabhängig: 23°C@30%rF fühlt sich subjektiv kälter an als 20°C@50%rF!)

Abhilfe Nr. 3: Wärmetauscher durch Enthalpietauscher ersetzt (vom lokalen Heizungsinstallateur), Kosten ca. 800 €. (Diesen Punkt hätten wir uns gerne gespart - am liebsten schon bei der Bemusterung... ) Jetzt wird zwar "anscheinend" etwas weniger Wärme zurückgewonnen, denn die Zuluft ist kälter, dafür ist die Zuluft jedoch auch schon hinreichend feucht. Beim Befeuchten der Luft entzieht der Verdunstungsprozess des Wassers der Luft nämlich reichlich Wärme...

Resultat:
- Wir haben nun, trotz oft deutlicher Minusgrade seit dem Jahreswechsel, eine sehr konstante Luftfeuchtigkeit von ca. 50 %.
- Ein Luftbefeuchter läuft (mit Feuchtigkeitsregeler!) noch im Wohnzimmer, quasi als Regulierungsmaßnahme, der Wasserverbrauch ist auf ca. 1 bis 2 Liter/Woche abgesunken.
- Ein sehr angenehmes Wohnklima haben wir jetzt :-)

Rückblick:
In der Bemusterung wurde uns vom Enthalpietauscher abgeraten ("der bringt nicht viel, höchstens ein paar Prozent").
Fakt ist, dass der Enthalpietauscher die Luftfeuchtigkeit in folgenden Fällen kaum erhöht: bei geringen Feuchtigkeitsdifferenzen zwischen Zu- und Abluft, bei ohnehin hoher Raumluftfeuchte und bei verwendung hoher Lüfterstufen.
Bei uns ist es aber der umgekehrte Fall, daher bringt der Enthalpietauscher sehr viel: wir haben eine relativ niedrige Luftfeuchtigkeit eingestellt (50 %) und lassen die Lüftungsanlage auf kleinster Stufe laufen.

Ich hoffe, dass ich hiermit einen kleinen Beitrag zur großen Diskussion rund um die Luftfeuchtigkeit leisten konnte!

Viele Grüße,
Florian
Danke für den Tipp! Wir rufen jetzt im Sommer Stiebel Eltron an und kaufen es uns.
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Rohaja » Mi 1. Feb 2017, 13:39

theoro69 hat geschrieben:Hallo Rohaja,
kannst du schon erste Erfahrungen mitteilen? Funktioniert das mit dem Luftbefeuchter? Welchen Typ hast du genau?

Danke
Wir haben die beiden Varianten mit manueller Steuerung genommen. Der eine in türkis der andere mit sonem bronze-Ton. Sind soweit identisch aber der für größere Räume pustet mehr.
Direkt daneben sitzen sollte man im Winter nicht, da es etwas zugig ist.
Hat so ca. 40-50% geschafft, man muss es halt von Hand aus und anschalten wenn man nicht die teure Variante nimmt.
Aber war schon angenehmer so.
Jetzt ist es etwas wärmer und hat geregnet, daher sind die Dinger aktuell aus.
Wir wohnen in einem Fertighaus mit zwei Vollgeschossen und Flachdach am Niederrhein (nicht FH).

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von ChristianM » Mi 1. Feb 2017, 19:54

Wir haben von Anfang an für unsere Zehnder ComfoAir 350 den Enthalpietauscher (original für 829,73 EUR) im Einsatz. Ich würde das Dingen nie wieder kaufen, die Luftfeuchtigkeit sinkt trotzdem unter 37%. Letzten Herbst konnte ich einen Venta LW45 in neuwertigem Zustand für 150€ kaufen. Auf Stufe 1 (Tags) fast unhörbar und auf Stufe 2 (Nachts) noch OK, verdunstet es je nach Luftfeuchtigkeit 4-8l pro Tag. Die Luftfeuchtigkeit kommt dabei auf ca. 46-48%.

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von wirbaueninbayern » Mi 1. Feb 2017, 20:52

mit 37% wäre ich schon zufrieden. Wir liegen ohne Feuchterückgewinnung und ohne Befeuchter bei 15-20%. Mit Befeuchtung ca. 30-35%.

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Ecky78 » Fr 3. Feb 2017, 09:40

wirbaueninbayern hat geschrieben:Wir liegen ohne Feuchterückgewinnung und ohne Befeuchter bei 15-20%. Mit Befeuchtung ca. 30-35%.
Hui, das sind ja schon deutliche Unterschiede - wobei Ihr allerdings auch deutlich trockenere Luft hattet als beispielsweise wir (derzeit mit dem normalen Wärmetauscher um 30-35%). Habe den Thread im anderen Forum auch schon verfolgt und mal propylaktisch den Kontostand gecheckt ;-)

Wie sieht's mit dem Luftstromvolumen aus, liegt dem neuen WT evtl. eine Angabe bei? Die Frage war ja noch, ob er mit dem Durchsatz der LWZ zurechtkommt.
Vio300 BJ2011 mit LWZ 303i

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Flukke
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Flukke » Fr 3. Feb 2017, 23:41

Wilma hat geschrieben:
Friedel hat geschrieben:Flukke schrieb er hat die Luftfeuchtigkeit auf ca. 50% eingestellt.
Luftbefeuchter mit Feuchtigkeitsregler. ;)

Wenn ich so ein Teil betreibe/betreiben muss, kann ich mir den teuren Enthalpietauscher sparen.
Der ist mir die Ersparnis von ca. 4l Wasser täglich nicht wert...
Jein.

Erst dachte ich mir das auch. Darum ja zunächst die Luftbefeuchter, danach der Enthalpietauscher.

1) Den Luftbefeuchter musst du regelmäßig mit frischem destilliertem Wasser nachfüllen. Wir haben das auch mal mit Leitungswasser probiert... alles war nach kurzer Zeit weiß gepudert, weil die im Wasser befindlichen Mineralien als Staub durch die Luft segeln. Trotz Weichwasseranlage. Die entzieht nämlich nicht die Mineralien, sondern tauscht nur einige der Ionen aus (wen es interessiert: Calcium und Magnesium raus, Natrium rein).
Daher kommt sinnvollerweise nur destilliertes Wasser zum Einsatz. Bis zu vier Kanister pro Woche (!) haben wir rangeschleppt - das ist viel Schlepperei und zu Spitzenzeiten 20 € pro Monat. (Zuletzt weniger, wir filtern in einer selbstgebauten Anlage das Wasser aus unserem Wärmepumpen-Wäschetrockner, welches bis auf ein paar Flusen quasi destilliertes Wasser ist.)

2) Zudem bringt der Luftbefeuchter zunächst nur etwas in dem Raum, in dem er aufgestellt ist. Sinnvollerweise ist das ein Raum mit Zuluftventil.
Weiterhin zieht aufgrund der Zuluft die angefeuchtete Luft aus dem Aufstellraum in den nächsten Raum, z.B. in den Flur oder ins Bad. Dort wird dann die feuchte Luft abgesaugt und durch den Wärmetauscher nach draußen gejagt. Die Feuchtigkeit wird also auf Umwegen zum Fenster rausworfen, während in ein bis zwei Räumen die Luftfeuchtigkeit erhöht wurde.

3) "Eh-Da"-Feuchtigkeit (nach dem Duschen, beim Kochen) verpufft leider ebenfalls recht schnell, da die Feuchtigkeit abgesaugt und aus dem Haus gebracht wird (so soll das ja auch sein). In den Rest des Hauses, wo sie benötigt würde, kommt die Feuchtigkeit ja leider nicht, da die Belüftungsanlage da gegenarbeitet.

4) Um alle Räume mit angenehmer Luftfeuchtigkeit auszustatten, müsste in jedem Raum, der über ein Zuluftventil verfügt, ein Luftbefeuchter stehen. (Daher auch unser zweiter Befeuchter: Einer im Wohnzimmer, einer im Schlafzimmer). Für ordentliche Befeuchter legt man allerdings mindestens 80 € hin (Schnäppchen ausgenommen). Bei unseren fünf Zuluft-Räumen wären das also mindestens 400 € zzgl. der laufenden Kosten für Wasser und Strom (Minimum 15 W pro halbwegs brauchbarem Luftbefeuchter!). Die Zeit für die regelmäßige Reinigung der Luftbefeuchter mal nicht mit eingerechnet...

5) Dummerweise hat jeder Befeuchter auch ein Gebläse. Spätestens im Schlafzimmer hat mich das regelmäßige Surren dann aber ziemlich schnell genervt. Da fiel mir jedoch ein, dass wir ja schon ein großes Gebläse im Keller haben ("Zehnder" steht drauf geschrieben ;) ).

6) Warum also nochmal zusätzliche Gebläse betreiben? Eigenbauten mit passiver Befeuchtung (Prinzip "Handtuch"), die auf dem Lüftungsgittern stehen waren jedoch weder formschön noch wirklich funktional. Die Ultraschallnebler ohne integrierte Gebläse zu betreiben geht zwar (aufschrauben, entlöten/Stecker ab), die Funktion scheitert jedoch im wesentlichen daran, dass die "Druckluft" der Lüftungsanlage nicht zielgerichtet durch die vorhandenen Befeuchtungsgeräte geschleust werden kann (ohne ein optisches Desaster daraus zu machen).

7) Die Lüftungsanlage mit Enthalpietauscher ist nach reichlicher & reiflicher Überlegung unser sehr geeignetes Mittel zum Zweck geworden, denn:
  • - Feuchtigkeit aus Bad und Küche werden abgesaugt.
  • - Im Enthalpietauscher wird einen Teil davon "abgeschieden".
  • - Die Zuluft wird aufgewärmt und befeuchtet.
  • - So bekommen alle Räume mit Zuluft-Ventil dank Feuchtigkeitsrückgewinnung eine höhere Feuchtigkeit ab.
Eine Regelung der Feuchtigkeit ist so allerdings nicht möglich. Es wird zurückgeführt, was da ist. D.h. nach dem Duschen/Kochen etwas mehr, ansonsten etwas weniger.
Da der Enthalpietauscher bekanntermaßen nicht alle Wärme und Feuchtigkeit zurückgewinnt, wird es zwangsweise im Haus nach und nach trockener.
Die üblichen Feuchtigkeitsquellen sind natürlich nach wie vor da (Pflanzen, frisch gewaschene Wäsche, Duschen, Küche/Kochen), aber das reicht - zumindest bei uns - nicht aus.

8) Zwecks Regelung und dynamischem Ausgleich der "verlorenen" Feuchtigkeit haben wir daher nun nur noch einen Luftbefeuchter im Wohnzimmer stehen (30 W). Der bekommt per integriertem Sensor so halbwegs mit wie trocken/feucht es im Raum ist (die Zuluft ist ja etwas trockener). Fällt die Raumfeuchtigkeit unter 55% ab, wird bis 55 % nachgeregelt (die angegebenen Werte sind die aus dem Befeuchter-Sensor, ein Hygrometer im selben Raum attestiert "nur" ca. 53 %, Hygrometer in anderen Räumen liegen bei 48 bis 52 %).
Die so nachgeregelte Feuchtigkeit im Wohnzimmer zieht bei uns durch den aktiven Luftaustausch weiter in den Flur, von dort in den Enthalpietauscher, von dort in die übrigen Räume, von dort in den Flur/ins Bad/in die Küche, von dort in den Enthalpietauscher, ... ein "ewiger" Kreislauf - mit leichten Verlusten. So soll es sein :)

Energetisch kann ich mir momentan ehrlich gesagt nichts bessers vorstellen - die Lüftungsanlage ist "eh da" und läuft, lediglich ein Luftbefeuchter mit seinen 30 Watt ist jetzt zusätzlich mit dabei. (Für Anregungen und Verbesserungsvorschläge bin ich gerne offen! :) )


Die beschriebene Funktionalität ist übrigens jetzt seit ca. drei Monaten, d.h. über den "Winter" erprobt. Unsere Zehnder ComfoD 350 hat einen Sommerbypass, also sollten wir ohne halbjährlichen Wechsel des Enthalpietauschers auskommen. Ob das stimmt wird sich dann im Frühling/Sommer zeigen. Evtl wird es uns ja im Frühjahr zu feucht? :denk

Zuletzt noch die Frage an alle, die kürzlich in der Bemusterung waren oder demnächst da sind: Was veranschlagt FingerHaus eigentlich so ca. für den Enthalpietauscher "ab Werk"? Ich meine mich da an eine ähnliche Summe zu erinnern wie beim Nachrüsten... Wenn dem so ist: Bekommt man dann den normalen Wärmetauscher trotzdem in einer Kiste mitgliefert? :denk


Viele Grüße und frohes Lüften/Befeuchten,
Flukke
Eigenentwurf (grobe Grundlage: "Flair 450")
130 cm Kniestock, 38 ° Dachneigung, Keller, Garage
Vitocal 343 Erdwärme + Solarthermie + FBH, Kaminofen
Zehnder ComfoD 350 Lüftungsanlage mit Enthalpietauscher
Status: Eingezogen im Herbst 2016

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