Anschluss Notstromgenerator zum Betrieb des Hauses?

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Anschluss Notstromgenerator zum Betrieb des Hauses?

Beitrag von WayToHome » Fr 27. Jan 2017, 04:07

Hallo zusammen,

jetzt kommt mal die K-Fall Ecke ins Spiel :-)
Wir hatten heute bei der Arbeit darüber diskutiert.

Ist ja im Endeffekt aller über Strom (Heizung / Wasser etc)...was ist wenn der Strom weg ist.

Hat jemand von euch eine Ahnung ob es möglich ist ein Haus auch über ein Notstromgenerator zu betreiben.
Hat sowas vielleicht sogar jemand?

Viele Grüße

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Bernd
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Re: Anschluss Notstromgenerator zum Betrieb des Hauses?

Beitrag von Bernd » Fr 27. Jan 2017, 06:45

Möglich ist es schon. Aber dann müsste man an einer anderen Stelle einspeisen.
Und, was ganz wichtig ist, die Leitungen Richtung Versorger müssen abgeklemmt werden!
Wenn man extern das Haus versorgt, und dann der Versorger seine 50Hz wider dazu schaltet, und das dann nicht mit deinem Notstromgenerator zusammen passt, wirds interessant.

Aber mal ganz ehrlich, wann hattet ihr das letzte Mal einen nennenswerten Stromausfall?
Ich wohne in einem 200 Seelendorf. Der letzte nennenswerte Stromausfall, also großer wie 5 Minuten, ist schon seeeehr lange her.
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klagoggle
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Re: Anschluss Notstromgenerator zum Betrieb des Hauses?

Beitrag von klagoggle » Fr 27. Jan 2017, 09:11

Photovoltaik -> Batteriespeicher. Hast ganzjährig was davon.
Wir bauten eine Medley 300 Stadtvilla auf Bodenplatte
Unser Baublog: http://fingerhaus-laubend.recm.me/

Wilma
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Re: Anschluss Notstromgenerator zum Betrieb des Hauses?

Beitrag von Wilma » Fr 27. Jan 2017, 11:15

klagoggle hat geschrieben:Photovoltaik -> Batteriespeicher. Hast ganzjährig was davon.
Wie viele Stunden reicht der, Vollladung vorausgesetzt? ;)
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Re: Anschluss Notstromgenerator zum Betrieb des Hauses?

Beitrag von Casi » Fr 27. Jan 2017, 12:56

Zwei Maschinen mit ohne Vorwaschgang, zwei Kaffee mit dem Vollautomaten und dreimal Handy laden. ;)
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Bauantrag: 20.09. Bemusterung: 26.-27.10. Ausführungspläne: 15.12. Baugenehmigung 02.02. Bodenplatte:10.03., Hausstellung: 06.04.2017
!!Eingezogen am 30.07.2017!!

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Re: Anschluss Notstromgenerator zum Betrieb des Hauses?

Beitrag von Fremdbauer » Fr 27. Jan 2017, 14:05

Wilma:
Kommt auf den Speicher und den Verbrauch drauf an ;-)
Mein Speicherchen reicht im Winter für eine Nacht ohne Heizung, Herd oder sonstige Großverbraucher... hilft mir aber spätestens am nächsten Tag nichts mehr, wenn da ein typischer trüber Wintertag ist und ich null Überschuß zum Laden vom Speicher hab.

WayToHome:
wenn die Heizung eine Wärmepumpe ist, dann brauchst du auf jeden Fall einen Drehstromgenerator, oder Drehstromtaugliches Batteriesystem etc. Ohne Drehstrom läuft da nix. Eine Einspeisemöglichkeit ist dann kein Problem, dafür gibts entsprechende Schaltungen mit denen das legal und sicher erfolgen kann. Wenn du neben der Heizung dann aber auch noch z.B. kochen willst muß der Generator schon Dampf haben... und du genug Spritvorräte, denn die Tankstellen sind ja auch ohne Funktion. Und beachten das ein Drehstromgenerator nur eine bestimmte Schieflast verträgt... je nachdem wie hoch die ist darfst du dann alle Herdplatten einschalten obwohl du nur eine brauchst...

Bernd:
wenn er die Verbindung nach außen nicht auftrennt, dann gibt es auch kein Problem... sein Generator würde sofort mit überlast abschalten wenn er versucht das ganze Viertel zu versorgen... oder noch mehr, je nachdem welche Spannungsebene ausgefallen ist. Und bei der Wiederkehr ist es auch kein Problem, da gibt der Generator einmal kurz Rauchzeichen ab und fertig ;-)

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Re: Anschluss Notstromgenerator zum Betrieb des Hauses?

Beitrag von Bernd » Fr 27. Jan 2017, 14:21

Mit einer passenden Schaltung ist das ganze ja auch kein Problem.
Aber eben einen recht einfachen Generator einfach anschließen, ist eher schlecht.
Und wenn man das nicht gescheit trennt, und dann die externe Spannung wider kommt, gibt es eben die genannten Rauchzeichen. Und das ist ja auch nicht Sinn der Sache. ;-)

Zu meiner damaligen THW-Zeit, war ich in einer Gruppe zur Stromversorgung. Dort hatten wir ein 175KVA Notstromgenerator, also alles andere als klein. Und mit dem alten Koffer mussten wir die Frequenzen noch per Hand angeleichen, bevor wir wider umschalten konnten.

Aber die heutigen, oben genannten Akkulösungen haben ja bereits die benötigte Schaltung integriert.
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Re: Anschluss Notstromgenerator zum Betrieb des Hauses?

Beitrag von WayToHome » So 29. Jan 2017, 12:27

Hi!

Also beim Anschluss so ner fixen Idee vom Kollegen hat man wohligr wärme durch sein abbrennendes Haus :-)
Auch ne Lösung.

Ich hab mir schon gedacht, dass das eher was ist was nach hinten losgeht.

Wir machen noch kein Solar mir Speicher drauf...wir warten wie sich das alles noch entwickelt und die Preise hoffentlich fallen
und wir eine Ahnnung von unserem Eigenverbrauch haben!

Danke euch!

Viele Grüße

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Re: Anschluss Notstromgenerator zum Betrieb des Hauses?

Beitrag von Tina&Markus » Sa 4. Feb 2017, 21:26

Hallo,

ich hatte Spasseshalber auch schon an so was gedacht, allerdings ist mir neu dass man ein Haus abklemmen muss wenn man einspeist. Alle unsere Dienstliegenschaften sind (zumindest die neu gebauten) mit einer Einspeisemöglichkeit vorgesehen.
Ich frag mal beim nächsten Planungstermin mit dem Staatlichen Hochbauamt nach wie das geht.

Grüße tibema's
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Re: Anschluss Notstromgenerator zum Betrieb des Hauses?

Beitrag von Wilma » So 5. Feb 2017, 18:11

Tina&Markus hat geschrieben:Hallo,

ich hatte Spasseshalber auch schon an so was gedacht, allerdings ist mir neu dass man ein Haus abklemmen muss wenn man einspeist. Alle unsere Dienstliegenschaften sind (zumindest die neu gebauten) mit einer Einspeisemöglichkeit vorgesehen.
Ich frag mal beim nächsten Planungstermin mit dem Staatlichen Hochbauamt nach wie das geht.

Grüße tibema's
Ja klar musst du trennen, sonst versorgst du die Nachbarschaft und mehr. ;)
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Re: Anschluss Notstromgenerator zum Betrieb des Hauses?

Beitrag von squier » Mo 2. Mär 2020, 09:31

Hallo,

ich belebe das Thema mal kurz mit einer evtl zu naiven Frage: Wenn ich PV auf dem Dach habe und es nicht gerade Nacht oder ein sehr trüber Tag ist, dann kann ich mich doch damit erstmal versorgen? Oder reicht die Ausbeute da sowieso nicht fürs ganze Haus?

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Re: Anschluss Notstromgenerator zum Betrieb des Hauses?

Beitrag von Shadow85 » Mo 2. Mär 2020, 11:16

Die Frage ist - wie viel "PV auf dem Dach" und was ist "das ganze Haus"?

Je nach größer deiner PV-Anlage kannst du Leistung erzeugen. Die meisten haben zwischen 7 - 10kWp.

Ich habe 7kWp, das heißt an besonders sonnigen Tagen kann ich theoretisch 7kW erzeugen, tatsächlich begrenzt der Wechselrichter so um die 6kW.
Da muss dann aber ordentlich Sonne drauf scheinen. Im Winter bin ich eher bei so 2-3kW.

In meinem Haus habe ich eine "Ruheleistungsaufnahme" von ca. 150W.
Ist der Fernseher an, sind wir schon bei 200 - 300W.
Läuft die Wärmepumpe, bin ich bei 1,5kW.
Ist der Backofen noch an, bin ich schon bei 3kW.

Es kommt immer drauf an, wie viele Versorger gerade anzapfen.
Aber ja, solange die Sonne (ordentlich) scheint reicht die Ausbeute (meistens) um Autark zu sein.

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Re: Anschluss Notstromgenerator zum Betrieb des Hauses?

Beitrag von Bernd » Mo 2. Mär 2020, 14:24

Aber da würde ich mich nicht nur auf die PV-Anlage verlassen, um die LWZ damit zu befeuern!
Denn was passiert, wenn eine dicke Wolke kommt, die LWZ am heizen ist, und dadurch die Spannung zusammen bricht, und die LWZ aus geht?
Die startet dann zwar wider neu, aber wenn das ständig wider passiert, ist das ja für die LWZ alles andere als gut!
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Re: Anschluss Notstromgenerator zum Betrieb des Hauses?

Beitrag von BigNose82 » Mo 2. Mär 2020, 14:44

Außerdem muss die gesamte Anlage in der Lage sein, ein Inselnetz aufzuspannen. Wenn der Strom von außen weg ist, heißt das noch lange nicht, dass eine eigene PV mit Akku in der Lage ist, das Netz im Haus aufrecht zu erhalten. Als erstes muss mal eine Trennung vom äußeren Netz geschaffen werden, sonst fühlt sich der arme Wechselrichter so wie ein Wasserschlauch, der den Bodensee füllen soll...
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Re: Anschluss Notstromgenerator zum Betrieb des Hauses?

Beitrag von Rapunzel » Di 3. Mär 2020, 16:01

squier hat geschrieben:
Mo 2. Mär 2020, 09:31
Hallo,

ich belebe das Thema mal kurz mit einer evtl zu naiven Frage: Wenn ich PV auf dem Dach habe und es nicht gerade Nacht oder ein sehr trüber Tag ist, dann kann ich mich doch damit erstmal versorgen? Oder reicht die Ausbeute da sowieso nicht fürs ganze Haus?
Wir hatten vor ein paar Jahren mal an einem Samtag ca. 3 - 4 Stunden Stromausfall im Ort.
War im Sommer und bei Sonnenschein.
PV-Anlage (ohne Speicher) hat da nichts genutzt, da ja der Wechselrichter mit 220 V betrieben wird....
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