To lüft or not to lüft...

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SJS
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Re: To lüft or not to lüft...

Beitrag von SJS » Di 2. Apr 2019, 21:16

@BigNose82:
Stimmt, ich erinnere mich, die Diskussion hatten wir schonmal :-)
Ja, ich bin auch Elektroingenieur - grundsätzlich stimme ich Dem schon zu, was Du oben schreibst. Die Politik muss eine Marschrichtung vorgeben - nur passt mir persönlich weder die Geschwindigkeit noch die bisherige Umsetzung der Energiewende. Bei uns im schönen und grünen Odenwald wird gerade alles zugepflastert mit Windrädern - im ausgewiesenen Schwachwindgebiet(!). Von zehn mal Vorbeifahren dreht sich neunmal kein einziges der Windräder, das einzige was konstant bleibt, ist die die garantierte "Einspeise"vergütung des Betreibers, auch wenn sich ein Windrad nicht einmal im Jahr gedreht hat. Dafür sind jetzt schöne Schneisen im Wald und tausende Kubikmeter Beton im Waldboden. Von den Grünen komischerweise keine Spur weit und breit, wo Naturschutz doch so einen hohen Stellenwert hat und vor der Gutachtenerstellung des Gebietes wie von Geisterhand auf einmal alle Vogelnester verschwunden waren.

Vertagen wir aber das Thema auf ein paar Jahre, wenn auch der letzte Autohersteller bei uns mitsamt Zulieferkette den für die Umstellung auf E-Autos zwingenden Stellenabbau bekannt gibt (VW hat bereits begonnen). Der Strom zum Laden der ganzen E-Flotte in der Nacht kommt dann nicht mehr aus Deutschland, sondern aus dem Ausland (aus deutlich schmutzigeren Kohlekraftwerken und aus AKWs), da nachts weder die Sonne scheint noch Wind 100% zur notwendigen Lastabnahme kontinuierlich garantiert ist. Das Lithium für die Batterien kommt übrigens aus Chile und Argentinien und die seltenen Erden für die E-Motoren aus dem Kongo...da fragt man sich, wie Deutschland seinen Wohlstand aufrecht erhalten will, denn E-Autos bauen kann fast jeder und andere Länder sind uns da bereits voraus....mal schauen. Ich ahne jedenfalls Schlimmes.

Bezüglich der andern Posts: ich habe keine Ahnung, in was für Wohnungen/Häusern ihr vorher gelebt habt - bei uns ist tagsüber auch meist niemand zuhause, aber Wasser innen an den Fenstern hatten wir in unserem FH noch nie, nichtmal ansatzweise und auch nicht nach zwei Wochen Urlaub fern vom Haus, in denen nicht zusätzlich mal gelüftet wurde.

Bezüglich Pollen/Allergie: Also ich kenne genug Häuser mit KWL, bei der praktisch in den ganzen Sommermonaten die KWL zumindest tagsüber in einem zweistelligen Stundenbereich bewusst ausgeschaltet wird, da diese auf wundersame Weise neben dem so beworbenen und stets vorhandendem Frischlufterlebnis leider auch die ungewollte Wärme von außen ins Haus bringt. Das heißt: im Sommer ist mit ausgeschalteter KWL nix mit Frischluft (zumindest tagsüber) und im Winter ist dafür dann mit eingeschalteter KWL die Luft furztrocken. Gibt hier ja genug Threads über nachträglich installierte Luftbefeuchter etc., ich kenne hier aber keinen einzigen mit Schimmelbildung bei Fingerhäusern mit rein passiver Lüftung über die Fensterfalzlüfter wie bei uns...und die wurden bei FH über viele Jahre verbaut, bis man die neue Einnahmequelle KWL entdeckt hat.

Aber gut, ich höre jetzt auch wieder auf :-) Wir sind ohne KWL sehr glücklich und andere sind mit KWL sehr glücklich - dann passt es ja.
Beste Grüße,
Stefan

Unser Haus: VIO3XX-Serie individuell umgeplant mit Erker, 2 Balkonen, Keller, Doppelgarage und KNX-Bussystem...
...DANKE@FingerHaus, hat Spaß gemacht mit Euch!!!

Shadow85
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Re: To lüft or not to lüft...

Beitrag von Shadow85 » Mi 3. Apr 2019, 06:53

Hui, da holt aber jemand weit aus. Vergiss bitte auch nicht dein Smartphone sofort ordnungsgemäß zu entsorgen und ja kein neues zu kaufen, wenn Du keine Tantal Minen im Kongo unterstützen willst. ;)

Da ich auf den Rest nicht eingehen will - back2topic:
Du hast garantiert nicht mit allem unrecht und wie ich schon erwähnt habe, kann es ohne KWL mit Sicherheit auch funktionieren. Aber FH vorzuwerfen, dass man mit der KWL einfach nur Geld verdienen will, weil Fensterfalzlüfter genau so gut sind, ist grober Unfug. Es ist definitiv besser als Garnichts, ersetzt aber keine KWL. Hier mal z.B. ein Vergleich mit dezentraler Lüftung: https://www.inventer.de/ueber-inventer/ ... mlueftung/

Im Sommer habe ich außerdem auch Frischluft, nur wird diese durch die Energierückgewinnung ohne Bypass-Kassette wieder angewärmt --> ungünstig. Aber tut es weh, wenn ich die KWL dann ausschalte und dann ganz normal über die Fenster lüfte? Hauptsache im Winter, wenn keine Wärme verloren gehen soll, möchte ich meine Fenster nicht öffnen.

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Bernd
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Re: To lüft or not to lüft...

Beitrag von Bernd » Mi 3. Apr 2019, 07:06

Und da hier gerade der Sommer angesprochen wurde.
Der Wärmetauscher funktioniert übrigens auch in die andere Richtung!
Wenn die angesaugte Luft wärmer ist, wie im Haus, wird diese von der Abluft abgekühlt.
Und dann kann man sie im Sommer ja auch noch so einstellen, dass sie nur absaugt, aber keine Luft durch den Wärmetauscher ins Haus bläst. Das hat den Effekt, dass man die kältere Nachtluft direkt durch ein offenes Fenster im Schlafzimmer saugen kann. Zumindestens ist das bei mir auf dem Land sehr angenehm. ;)
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BigNose82
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Re: To lüft or not to lüft...

Beitrag von BigNose82 » Mi 3. Apr 2019, 07:42

@SJS
Naja, von der e-Mobilität auf Basis der Li-Io Speicher bin ich im Hochvolumen auch nicht überzeugt - die Nummer mit dem Wasserstoff wäre gut gewesen, aber was willste machen... Dann hätten wir in die Poliktik gehen oder direkt zum Top-Manager werden müssen :-)
Vom Strom als universelles Trägermedium allerdings schon. Die Dezantralisierung der Erzeugung muss weiter getrieben und vor allem günstiger werden. Es muss für jeden attraktiv werden, sich von seinem Geld eine Solar-, Wind-, Wasser-, oder wat weiß ich was für eine Anlage kaufen zu können, ohne dass der Erfolg nur durch einen Subventionstopf sichergestellt ist. Dann die Weiterentwicklung der Stromclouds in Richtung einer Bierdeckelrechnung: Klaus-Bärbel hat im Sommer 2400 kWh ins Netz geschoben, also kann sich Klaus-Bärbel im Winter 2400 kWh zurück holen. Da ist dann allerdings das riesen Problem der Speicherung und dass im Winter natürlich alle ihren Überschuss zurück haben wollen.
Klärbar ist das hier ohnehin nicht.

Zurück zur KWL
Auch wenn wir hier ebenfalls nicht auf einen Nenner kommen werden... Die Lüftung ist aus meiner Sicht nur die logische Weiterführung einer "Technologie" die schon seit Ewigkeiten im gewerblichen Bereich Standard ist. Es stellt sich aus meiner Sicht eben nicht so dar, als wäre die neue, große Innovation zum Gelddrucken erfunden, sondern Bekanntes mit allen Vorteilen herunterskaliert worden. Der Unterschied, der bleibt, ist, dass die Großanlagen eine Feuchteregelung besitzen oder gar Vollklimatisierung realisieren.
Wenn man das ganze dann noch weiter runterbricht auf die LWZ, so wird die Lüftung nochmal attraktiver. Durch die Nutzung der sensiblen Wärme des Kältemittels nach dem Kondensator zur Luftvorwärmung, wird der COP im Vergleich zu einer separaten KWL nochmals gesteigert. In anderen WPs ist diese Wärme einfach pfutsch. Im HTD gibt es einige Spezis, die unentwegt die getrennte Ausführung der KWL predigen - ich habe keine Ahnung warum...

Ich sitze gerade im fünften Stockwerk eines Bürogebäudes aus 2012. Keine Lüftung, keine Klimatisierung. Da ich morgens der erste bin, lüfte ich auch nicht, weil ich es gerne warm habe. Die Luftfeuchtigkeit jetzt hier in diesem Moment ist 31 % und damit viiiiel zu niedrig. Bei meinen Eltern, die in der Phase der Enthalpietauscheranschaffung die gleichen Argumente wie du raus gehauen haben "solche Probleme haben wir nicht", "das kommt alles von eurem Gebläse", "..."
Messung gemacht, um die 30 %.
Sorry, aber ich kann nicht glauben, dass du signifikant über 40 % liegst.
Und die Nummer mit der Erwärmung im Sommer - joa, rechne mal die Leistung aus, die von 120 m³/h (oder auch weniger) bei einem dT von vielleicht 5 oder 10 K transportiert würden. Dann musst noch das Tauschverhältnis des WT beachten, welches das dT nochmal kleiner werden lässt. Und das ganz mal im Vergleich zur eingebrachten Leistung über 1 m² unbeschattete Fensterfläche.
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167 m², WiGa, 2,15 m Kniestock und Garagen im Keller
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Wilma
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Re: To lüft or not to lüft...

Beitrag von Wilma » Mi 3. Apr 2019, 11:35

Nein, ja, nein, doch... mein Senf dazu. :)

Wenn bei einem Neubau eines gut bzw. hoch gedämmten Hauses mit der Gefahr von Schimmel "gedroht" wird, ist das fast schon unseriös und dient dem Zweck des Verkaufs der KWL.
Im Prinzip widerspricht der Hausverkäufer ja damit den Vorteilen seiner Werbebotschaft
"Die THERMO⁺ Wärmedämmung dämmt auch Ihre Energiekosten ein"

Entscheidend für die Schimmelbildung ist die Oberflächentemperatur der Wand. Bei kalten, ungedämmten Wänden kann die Bauteiloberflächentemperatur in ungünstigen Fällen unterhalb der Taupunkttemperatur liegen. Dies ist bei kalten, ungedämmten Wänden der Fall. Die Wände werden feucht und bieten so dem Schimmel eine gute Grundlage. Gedämmte Wände sind innen wärmer und verhindern so die Schimmelbildung...

Es hat auch in unserem 60er Jahre Bunker trotz Berufstätigkeit und Stoßlüftung nicht geschimmelt, nun ja.

Fakt ist natürlich, dass bei einem gut gedämmten Haus der Anteil der Lüftungswärmeverluste gegenüber den Transmissionswärmeverlusten steigt.
Wird ja sehr gern und auch zurecht betont.
Nur wird bei der Gelegenheit gern vergessen zu erwähnen, dass mit steigender Effektivität der Heizungsanlage sich der Stromverbrauch der KWL ebenso steigend negativ auswirkt.

Bei unserer Klapperkiste (und unseren Einstellungen) geht da gut und gern eine kWh pro Tag durch.
Zusammen mit den Kosten von Anschaffung und Wartung wird sich das Teil in unserem Hausleben nie und nimmer amortisieren.

Mit der Wirksamkeit beim Aufenthalt von 2 Personen in geschlossenen Räumen bin ich übrigens nicht wirklich zufrieden.
Wer da ein "Frischluftfeeling" erwartet, wird wohl enttäuscht werden.

Einen Vorteil sehe ich ganz klar in der Entlüftung von Bad, speziell WC nach Benutzung. Wobei hier die Positionierung der Abluft eine entscheidende Rolle spielen dürfte.
Im Standard war diese bei uns im Bad OG genau neben der Tür, praktisch ein Kurzschluss.
Es hat uns bei der Bemusterung Nerven gekostet, die Umpositionierung über dem WC durchzusetzen und so den ganzen Raum durchströmen zu lassen.

Weiterer Vorteil für uns, die Hütte ist praktisch fluginsektenfrei.
Nachteil, die einzelne verirrte Fliege stört dann um so mehr. :)

Stand heute würde ich wieder mit KWL bauen (lassen).
Zumindest mit durchdachter Vorbereitung in Form der Verrohrung. Lässt sich eben nachträglich nur schwer realisieren.

Ist halt ein Komfortgewinn, abseits der Betrachtung energetischer Aspekte.
Und war ja im Klapperkasten (der damals schon nicht mehr Stand der Technik war) praktisch dabei. :D
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BigNose82
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Re: To lüft or not to lüft...

Beitrag von BigNose82 » Mi 3. Apr 2019, 22:02

Wilma :shock: was ist los :?: Da musste ich doch glatt mal schauen, wann du zuletzt so viel geschrieben hast :mrgreen:
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Shadow85
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Re: To lüft or not to lüft...

Beitrag von Shadow85 » Do 4. Apr 2019, 08:03

Wilma hat geschrieben:
Mi 3. Apr 2019, 11:35
Mit der Wirksamkeit beim Aufenthalt von 2 Personen in geschlossenen Räumen bin ich übrigens nicht wirklich zufrieden.
Wer da ein "Frischluftfeeling" erwartet, wird wohl enttäuscht werden.
Wir haben mal im Herbst / Winter etwas herum experimentiert, wie es im Schlafzimmer für uns am angenehmsten ist.
Dazu muss gesagt werden, dass wir im Schlafzimmer noch eine begehbare Ankleide mit Abluft verbaut haben, so dass der Raum gut mit der Luft durch die KWL durchströmt wird.

- Lüftung aus: Schlafzimmer in der früh ist etwas "muffig", man merkt es wenn man z.B. ins Bad geht und dann wieder zurück zum Schlafzimmer. Nachdem man über die Fenster gut lüftet, ist es wieder angenehm.
- Lüftung Stufe 1: Luft ist schon deutlich angenehmer, aber nicht ausreichend. Ein kurzes Lüften, und der Raum ist wieder super angenehm.
- Lüftung Stufe 2: Schon beim aufstehen ist die Luft sehr angenehm, auch beim Raumwechsel fällt einem keine "dicke" Luft auf. Ein herkömmliches lüften über die Fenster ist nicht mehr notwendig.

Daher kann ich bei uns im Schlafzimmer tatsächlich behaupten, ein Frischluftfeeling zu haben. Zumindest wenn die KWL auf Stufe 2 steht.
Im Büro hingegen erreiche ich das eher schlecht, vermutlich auch einfach weil die nächste Abluft zu weit weg und durch mehrere Türen versperrt ist.

Neo2017
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Re: To lüft or not to lüft...

Beitrag von Neo2017 » Do 4. Apr 2019, 08:08

Was hast du für einen Volumenstrom eingestellt bei den Stufen 1 & 2?
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Wilma
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Re: To lüft or not to lüft...

Beitrag von Wilma » Fr 5. Apr 2019, 05:48

BigNose82 hat geschrieben:
Mi 3. Apr 2019, 22:02
Wilma :shock: was ist los :?: Da musste ich doch glatt mal schauen, wann du zuletzt so viel geschrieben hast :mrgreen:
Besprechungsloch zwischen Frühstück und Gänsebraten. :lol:
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Re: To lüft or not to lüft...

Beitrag von Shadow85 » Fr 5. Apr 2019, 07:13

Sind glaube ich die Standardwerte, ich schau später mal nach.

stevenprice
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Re: To lüft or not to lüft...

Beitrag von stevenprice » Fr 5. Apr 2019, 23:21

Ich würde mich immer wieder für die KWL entscheiden, der Komfortgewinn ist durchaus spürbar. Egal ob es um Gerüche nach dem Kochen, Feuchtigkeit im Bad, die Wäschetrocknung im Winter oder die Luftqualität im Schlafzimmer geht.

Davon mal abgesehen: Ein guter Freund von mir hat seit 5 Jahren Schimmelprobleme im (massiven) Neubau und einen Gutachter beauftragt, da ein Baumangel vermutet wurde. Ergebnis: Trotz 2-3 mal Stoßlüften am Tag, in jedem Raum kommt das Problem angeblich von zu wenig Luftaustausch. Baumängel waren nicht zu finden. Eine andere Bekannte rennt seit 4 Jahren von Raum zu Raum und kontrolliert fast panisch die Luftfeuchtigkeit, um dann zu lüften. Vielleicht Ausnahmefälle, aber die haben mich "geprägt" ;-)
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AlexTanja
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Re: To lüft or not to lüft...

Beitrag von AlexTanja » Mi 22. Mai 2019, 09:34

Ich bin absoluter Fan von unserer Lüftungsanlage. Die 5k Aufpreis hat man durch den höheren Zuschuss der KfW ja auch gleich wieder raus (falls man über die KfW finanziert). Im Haus herrscht immer ein top Raumklima, keine Beschlagenen Spiegel nach dem Duschen/Baden, keine Mücken/Pollenstaub oder dergleichen, die rein fliegen können. Unsere Luftfeuchtigkeit liegt ohne irgendein Zutun unsererseits im Schnitt bei ca. 37-42%. Das Tauschen und Reinigen der Filter nehme ich dafür gerne in Kauf.
08/17 Werkvertrag
09/17 Architektengespräch
11/17 Grundstückskauf
11/17 Finanzierung
01/18 Vorabzüge
03/18 Baugenehmigung
06/18 Bemusterung
07/18 Ausführungspläne
08/18 Erdarbeiten
09/18 Bodenplatte
16.10.18 Hausmontage
26.01.19 Einzug 🏡

MaryB
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Re: To lüft or not to lüft...

Beitrag von MaryB » Mi 22. Mai 2019, 12:52

Hallo,
Wir haben auch eine und am nächsten Monat wenn wir eingezogen sind geht's los.
Wie oft muss man den die Filter reinigen? Haben noch keine Einweisung bekommen.
Wir bauen ein Madley 3.0 mit Wintergarten, LWZ und Kamin im Vogelsberg
Planung 03/18
Bauantrag 08/18
Baubeginn 02/19
Bäder:05/19
Aktuell: Türen werden gesetzt
Geplanter Einzug: 06/19

MarkL.
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Registriert: Sa 23. Jan 2016, 21:41

Re: To lüft or not to lüft...

Beitrag von MarkL. » Mi 22. Mai 2019, 14:16

hängt von der Belüftungsanlage, den äußeren Bedingungen und der eingestellten Lüftung ab.
zwischen alle 1-3 Monate reinigen
zwischen 3-12 Monate wechseln

was ist doof für den Filter:
Baustaub, Kamin/Feuerstellen/Grill vom Nachbar, Pollenflug, Feinstaub von vielbefahrenen Straßen

was beeinflusst es positiv:
Regen (bindet die Partikel)

HB-NH2015
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Re: To lüft or not to lüft...

Beitrag von HB-NH2015 » Mi 22. Mai 2019, 16:10

Die Kegelfilter (an jeder Abluföffnung, wir haben 5) schau ich mir alle 2 Monate an.
Die Küche tauche ich jedes Mal aus, die anderen sauge ich 1x aus also tausche sie alle 4 Monate.

Das Material dafür (20m Rolle) reicht wohl für die nächsten 15 Jahre oder so.
Mit einer Schablone aufgezeichnet, ausgeschnitten und fix mit der Nähmaschine drüber genäht (Tackern ginge auch).
Kosten pro Stück somit im Cent-Bereich.

Die Filter in der Anlage (Zu- & Abluft) reinige ich ebenso alle 2 Monate und tausche sie 1x im Jahr aus.
Der Abluftfilter ist zwar auch aus Meterware aber nie viel dreckig, da hängen ja noch die Kegelfilter davor.
Der Zuluftfilter (Z-Rippen in normaler oder Pollen Ausführung) ist selbst im Zubehör Handel recht teuer deshalb muss der auch 1 Jahr drin bleiben.

Zusätzlich gibts noch so einen Grobfilter hinten in der LWZ, hinter dem Wärmetauscher. Den reinige ich alle 4 Monate. Der ist v.a. nach der Heizperiode (Kamine der Nachbarn) sowie nach dem Pollenflug ziemlich dicht.
Vio 300 S130 in PLZ 34xxx
Eingezogen
Dez '15 Werksvertrag
Mrz '16 Vorbehaltausräumung
Mai '16 Planungsgespräch
Jun '16 Vorabzüge
Jul '16 Bauantrag
Okt '16 Bemusterung
Jan '17 Bodenplatte
Feb '17 Hausmontage
Apr '17 Endmontage

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