Schallschutzfenster und Vorbauwand

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KrissiNi
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Schallschutzfenster und Vorbauwand

Beitrag von KrissiNi » Do 14. Nov 2019, 19:52

Guten Abend zusammen,

wir haben vor ein paar Tagen die Vorabzüge und Mehr-Minderkostenrechnung für unser Neo ohne Keller bekommen. Nun werden dort Schallschutzfenster der Klasse 4 und eine Wandverstärkung zum Schallschutz empfohlen. Nun bauen wir zwar an einer Hauptstraße, kennen jedoch die alltäglichen Gegebenheiten dort und fragen uns ob eine derartige mit hohem Aufpreis verbundene Maßnahme nötig ist. Hatte jemand schon einmal einen ähnlichen Fall und kann vielleicht auch berichten inwiefern Fingerhaus einen an die Maßnahmen binden kann? Der Bebauungsplan von 1980 gibt lediglich SSK 3 für die Fenster vor.

Vielen Dank und Viele Grüße

BigNose82
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Re: Schallschutzfenster und Vorbauwand

Beitrag von BigNose82 » Do 14. Nov 2019, 23:06

Wir wohnen an einer Ortsdurchfahrt mit Anbindung zweiter Steinbrüche. 200+ Sattelzüge täglich. Hin und zurück.
Ab 15:00 wird's ruhiger und um 16:00 fährt keiner mehr.
Besonderer Schallschutz war weder in der Planung, noch im B-Plan ein Thema und der ist ebenfalls aus den frühen 80ern. Ich schaue morgen nochmal rein.
Sicher dass euer Plan das vorschreibt? Oder ist es eher eine Empfehlung?
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KrissiNi
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Re: Schallschutzfenster und Vorbauwand

Beitrag von KrissiNi » Do 14. Nov 2019, 23:14

Das hört sich nach ähnlichem bis deutlich mehr "Lärm" an. Der B-Plan gibt definitiv Klasse drei vor, was für uns noch in Ordnung wäre. Fingerhaus beruft sich momentan noch auf eine DIN Norm bezüglich der Maßnahmen. Hier ist man momentan noch nicht sicher, ob bindend oder nicht und wir sind ein wenig unschlüssig, wie wir damit umgehen. Die Mehrkosten wären schon erheblich.

BigNose82
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Re: Schallschutzfenster und Vorbauwand

Beitrag von BigNose82 » Do 14. Nov 2019, 23:24

Wenn ihr jetzt schon wisst, dass quasi eine Folie im Fensterausschnitt genügen würde, dann alles daran setzen, dass FH nicht sein Beamtentum überstrapaziert.
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Dr. Bob
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Re: Schallschutzfenster und Vorbauwand

Beitrag von Dr. Bob » Fr 15. Nov 2019, 08:58

Also aus meiner persönlichen Erfahrung (Schlafzimmer in Richtung Straße) kommt durch das Dach (Ziegel->Lattung->Dämmung->Rigips) mehr Lärm als durch das Fenster und die Wand. Wir haben uns damals gegen eine höhere Schallschutz-Klasse entschieden und sind gut damit gefahren. Im Zweifelsfall würde ich da eher das Dach anpassen, auch wenn ich keine Ahnung habe, wie das gehen sollte :-D
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Re: Schallschutzfenster und Vorbauwand

Beitrag von Shadow85 » Fr 15. Nov 2019, 09:30

Ich kann zwar keine Erfahrungswerte zum Schallschutz geben, aber ich glaube nicht das FingerHaus hier vorschreiben darf was gebaut wird. Solange man sich an die Bauvorschriften und Satzung der Gemeinde / Stadt hält, kann einem der Bauträger ja nicht vorschreiben was man zu bauen hat?

Wir hatten ein anderes Problem bzgl. Normen: bei der Position der Zuluftschächte im Wohnraum konnten wir mit FH keinen gemeinsamen Nenner finden. "Laut Norm muss da einer hin." - Ne geht nicht, da steht evtl. später ein Schrank. Oder das Gitter ist mitten im Raum. Wollten wir auch nicht. Nach langem hin und her und "das muss so sein" habe ich irgendwann gesagt: NEIN. Ich unterschreib auch irgendeinen Wisch das die Lüftung dann nicht optimal ist oder sonst was. Aber ich bin Bauherr und egal was die Norm sagt - es ist mein Haus. Auch wenn ich dadurch evtl. Nachteile hab.
Es handelt sich ja nicht um etwas das andere schädigt, einschränkt oder verletzen kann.

Und siehe da: ich musste nicht mal was unterschreiben und sie haben das gemacht, was wir wollten. Das kann ich beim Lärmschutz ja eigentlich auch fordern - es ist ja nur mein Nachteil und FingerHaus hat mich drauf hingewiesen - Danke ;)

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Re: Schallschutzfenster und Vorbauwand

Beitrag von bobokoko » Fr 15. Nov 2019, 10:39

erfahrungsberichte dazu kann ich auch nicht direkt geben. aber uns hatte man auch schallschutzfenster angeboten, ebenso eine ich glaube zweite rigipsbeplankung an der decke (entkoppelung) im hwr.
aber:
beides optional. letzten endes war es unsere entscheidung. bauvorschriften zur ssk gab es keine

KrissiNi
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Re: Schallschutzfenster und Vorbauwand

Beitrag von KrissiNi » Fr 15. Nov 2019, 14:49

Ich denke momentan auch, dass wir da auf unsere Erfahrung mit dieser Wohngegend zurückgreifen und so bauen lassen, wie wir es möchten. Uns ist bislang und nach einiger Recherche auch noch kein Fall untergekommen, in dem so etwas zwingend verbaut werden musste, wenn der Bauherr nicht einverstanden war. Zumal ich aus euren Erfahrungen lese, dass der Lärm wenn dann dem Dach geschuldet ist und nicht den Fenstern oder dem Wandaufbau. Hier waren wir sowieso der Meinung, dass sowohl Dämmung als auch Schallschutz bei Fingerhaus mit KfW 40 schon recht gut sind.

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Re: Schallschutzfenster und Vorbauwand

Beitrag von Bernd » Sa 16. Nov 2019, 09:23

Ich kenne mich mit Lärm recht schlecht aus, weil bei mir nur ca.50 Autos und vielleicht 4 Trecker in der Woche am Haus vorbeifahren.
Aber was erfüllt FH denn schon in der Grundausstattung für eine SSK-Klasse?
Wenn im B-Plan mindestens SSK 3 steht, muss FH dies auch erfüllen! Sonst bekommst du keine Baugenehmigung.
142m² Eigenplanung mit Pultdach, WiGa, Podesttreppe, Gallerie und im kompletten OG Dach = Decke
auf 4.998m² Grundstück
LWZ303 Integral, Kamin, KFW55
22.05.2012 aufgestellt
09.09.2012 eingezogen

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