Erster Rückschlag

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flohei
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Erster Rückschlag

Beitrag von flohei » Do 23. Feb 2017, 22:24

Schönen Guten Abend zusammen,

gestern hatten wir unser Planungsgespräch mit Hr. H für unser Vio 420 S160. Er hat uns unser Haus sehr toll zusammengestellt und ist auch auf unsere Wünsche eingegangen.

Gleich zu Beginn unseres Gesprächs fiel uns allerdings im Bebauungsplan auf, dass wir übersehen hatten, dass bei unserem Haustyp der Kniestock von 1,6 Meter nicht zulässig ist. Dieser liegt hier sogar nur bei 1,2 Meter (gemessen an der Oberkante), was selbst beim Vio-Standard von 1,3 Meter deutlich zu wenig ist. Herr H. hat sich direkt ans Telefon gehängt und versucht den Leiter der Bauabteilung unserer Stadt an die Strippe zu bekommen. Da dieser nicht im Haus war, haben wir erstmal weitergeplant. Bis zum Ende unseres Gespräches kam noch kein Kontakt zustande und so entschloss Herr H. es einfach von unterwegs aus weiter zu probieren und uns anschließend Feedback zu geben.

Heute kam nun sein Rückruf und es sieht wohl nicht sehr gut aus. Da es für unser Neubaugebiet noch keinen einzigen Bauantrag (und damit auch noch keine Ausnahme) gibt, müssten wir wohl bei beiden Varianten einen extra Antrag beim Stadtrat und beim Landratsamt stellen. Dies dauert bei uns aber gut und gerne mal ein halbes Jahr. Das ist allerdings zu unsicher und im Zweifel zu lange, da eigentlich bereits im November mit dem Stellen des Hauses begonnen werden sollte. Hr. S. von der Stadt versprach zu versuchen sich auf dem kurzen Dienstweg wegen des 1,3-Meter-Kniestocks zu informieren. Es besteht also eine geringe Chance, dass wir das Haus mit dem kleineren Kniestock bauen können.

Die vermutlich einzige Alternative wäre für uns wahrscheinlich eine "Stadtvilla", also ein Medley oder ein Bravur. Zwei volle Geschosse + Dach sind nämlich wohl ohne Probleme möglich. Mit dem Bravur haben wir uns bislang überhaupt nicht auseinandergesetzt. Beim Medley haben wir auch ein interessantes Angebot gehabt. Allerdings sagte uns hier kein Grundriss so sehr zu, wie der des Vios. Da auf Bodenplatte bauen, sind wir natürlich um jeden Quadratmeter Stauraum im Haus dankbar. Unser Wunschhaus bot mit fast 60 Quadratmetern Dachboden und einer kleinen Abstellkammer im Obergeschoss und einer zusätzlichen Speisekammer an der Küche durchaus genug Platz.

Jemand hier, dem es ähnlich ergangen ist und nun total glücklich mit seinem alternativen Haus ist? Würde mich freuen, von euch zu hören. :-) Ich werde nun den Rest des Abends damit verbringen, Pläne und Infos zu den anderen beiden Haustypen hier im Forum herauszusuchen.

Schönen Abend,
– Flo


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Re: Erster Rückschlag

Beitrag von ThorstenR » Fr 24. Feb 2017, 07:47

Unsere Nachbarn bauen ein VIO als Stadtvilla, das geht also auch. Wäre das eine Option?
Wir bauten ein VIO 250 auf Bodenplatte mit zwei Erkern, LWZ 304, Somfy und KfW55
Hausstellung: 10.10.2016 -> Einzug: 28.01.2017 -> Erster im Neubaugebiet! ;)

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Erster Rückschlag

Beitrag von flohei » Fr 24. Feb 2017, 10:03

Oh, das klingt interessant. Mir war nicht klar, dass das geht. Wenn ich den Plan nun richtig verstehe, müssen wir im Grunde auf diesen Stil kommen, der hier als Jura- oder Toskanahaus bezeichnet wird, also zwei Vollgeschosse + Dach. Ich werde mich da noch mal schlau machen. Danke für den Hinweis!


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Re: Erster Rückschlag

Beitrag von ThorstenR » Fr 24. Feb 2017, 11:04

Übrigens, der Architekt des Nachbarn war auch ein Herr H.
Wir bauten ein VIO 250 auf Bodenplatte mit zwei Erkern, LWZ 304, Somfy und KfW55
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Re: Erster Rückschlag

Beitrag von b54 » Sa 25. Feb 2017, 11:25

Soll einer die Bebauungspläne verstehen, Kniestock von 1,60 geht nicht aber 2 Vollgeschosse gehen.
Wir bauten ein Medley 3.0 200B mit 2,15 mtr Kniestock, LWZ 304,KFW 55 und KNX
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Re: Erster Rückschlag

Beitrag von HB-NH2015 » Sa 25. Feb 2017, 11:32

War bei uns ja ähnlich.
Kniestock max. 50cm erlaubt... oder 2 Vollgeschosse.

Haben dann ja die Ausnahmegenehmigung für 1,30m bekommen.
Aber bei uns auch kein Neubaugebiet und das erste Haus (wo ggf. das Amt den B-Plan dann rigoros durchzieht, man wird sich dabei ja was gedacht haben).
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Erster Rückschlag

Beitrag von flohei » Sa 25. Feb 2017, 11:43

Das ist mir auch ein Rätsel. Auch Herr H. war überrascht davon und konnte es nicht nachvollziehen. Er hat mittlerweile die E-Mail an die Stadt geschrieben und darin auch freundlich auf die zweifelhafte Sinnhaftigkeit der Regelung hingewiesen und gut argumentiert. Ich bin gespannt, was dabei raus kommt, mache mir aber nicht allzu viele Hoffnungen. Ich denke, dass es wohl auf die Lösung mit unserem alten Plan und zwei Vollgeschossen hinauslaufen wird und wir in den sauren Apfel beißen müssen und gleich mal die ersten 10.000 Euro Aufpreis draufgeschlagen bekommen.

Selbst wenn die Stadt sagt, dass sie sich vorstellen könnten, dass der Antrag auf die 1,3 m durchgeht, heißt das ja a) noch nicht, dass er das auch wirklich tut, und b), dass es uns bei unserem Landratsamt wahrscheinlich ein halbes Jahr zurückwirft. Und die Zeit zu vertrödeln, nur um dann doch auf die Option mit den Vollgeschossen auszuweichen, weil der Antrag nicht durchging, erscheint mir schon sehr gewagt. Da könnte man vermutlich besser von vornherein die größere Variante weiterplanen.

Dazu kommt noch, dass dieses ganze Neubaugebiet leicht abschüssig ist (etwa 6 m von vorne nach hinten über die Länge von vier Grundstücken) und unser Grundstück ganz oben liegt. Das heißt, dass unsere Nachbarn, die weiter unten bauen, selbst bei dem VIO 420 ja schon auf einen riesigen Klotz gucken müssen. Und mit zwei Vollgeschossen wird das wohl nicht besser werden. Das versteh noch einer.


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Re: Erster Rückschlag

Beitrag von Casi » Sa 25. Feb 2017, 12:11

Ich habe mich der Illusion hingegeben und aufgegeben die Bauämter sowie Planungsämter zu verstehen. FH und auch wir haben monatelang diskutiert und die Nachvollziehbarkeit unseres B-Plans in Frage gestellt. Und auch hier hatte unser Architekt sehr gute Argumente. Das Planungsamt hat dem zugestimmt und uns schriftlich eine Befreiung in Aussicht gestellt, jedoch nicht die Genehmigungsbehörde. Hier ging es aber um den Geländeverlauf und Aufschüttung. Ganz seltsam bei uns als Beispiel: Im B-Plan steht als Kniestockangabe "ca. 75 cm"....und wir bauen ohne eine Befreiung beantragt zu haben mit 1,30 m...ausschlaggebend ist bei uns halt die Giebelhöhe.

Ich würde in Eurem Fall wirklich auch abwägen, ob sich nicht am Ende die Mehrkosten für die Vollgeschosse als preisneutral herausstellen. Wenn man die jährliche Preiserhöhung von FH berücksichtigt, Preisbindung und auch der Punkt mit den Bereitstellungzinsen betrachtet und Ihr vielleicht noch länger als sechs Monate auf eine Entscheidung warten müsst, dann wäre für mich die Entscheidung relativ einfach.
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Bauantrag: 20.09. Bemusterung: 26.-27.10. Ausführungspläne: 15.12. Baugenehmigung 02.02. Bodenplatte:10.03., Hausstellung: 06.04.2017
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Re: Erster Rückschlag

Beitrag von HB-NH2015 » Sa 25. Feb 2017, 12:52

Wir musste ja "überraschen" eine Sockelwand bauen. Das kostet mit Sockelputz und Perimeterdämmung auch 10T€.

Wenn es sich finanziell darstellen lässt würde ich gleich auf die Stadtvilla schwenken.
Da hat man ja nachher auch was von. Schön hohe Räume, keine Schräge, Stellfläche für Schränke, ggf. mehr Fenster und Licht usw.
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Re: Erster Rückschlag

Beitrag von Casi » Sa 25. Feb 2017, 12:58

Ja, stimmt. Die Sockelwand haben wir auch "gewonnen"....., da wir mit der Aufschüttung nicht so hoch dürfen, wie wir wollten....
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Re: Erster Rückschlag

Beitrag von flohei » Sa 25. Feb 2017, 13:21

Was genau meint ihr denn mit Sockelwand? Klingt, als wollte ich dir nicht gewinnen. ;-) Sieht aber wohl so aus, dass ich für die Befestigung der Einfahrt ein paar L-Steine setzen lassen muss.
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Re: Erster Rückschlag

Beitrag von HB-NH2015 » Sa 25. Feb 2017, 13:34

Das ist eine Sockelwand: download/file.php?id=3935&mode=view

Braucht man wenn man recht viel aufschütten muss (>1m) und das Gelände nicht auf dem eigenen Grundstück abfangen/abböschen kann und will.
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Re: Erster Rückschlag

Beitrag von Casi » Sa 25. Feb 2017, 13:42

HB-NH, Ihr habt ja auch noch die große Version dieser Wand. :| Bei uns wird das mit Fertigelementen gemacht und soll nur 1 oder 1,20 m hoch sein. Das messen die aber nächste Woche noch aus. Trotzdem wird der Großteil bei uns dann nicht mehr sichtbar sein, da angeschüttet wird...
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Beitrag von flohei » Sa 25. Feb 2017, 13:51

Ah, dann ist das genau das, was wir auch machen müssen. Jetzt hat das Kind auch einen Namen. Danke! Auf etwa 13 m von vorne -50 cm bis hinten etwa -1,5 m müssen wir das wohl auch machen, weil wir sonst unsere Aufschüttung an einer Wand des Nachbarn anlehnen müssten. Da hätte ich natürlich sorge, dass der seinen Schuppen irgendwann abreist und sich unsere Einfahrt dann verabschiedet.


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Re: Erster Rückschlag

Beitrag von Karle » Sa 25. Feb 2017, 17:12

ja das ist leider wenn es etwas abschüssig ist und man ohne Keller baut so ...

Den Ärger mit dem Kniestock hatten wir auch ... wir konnten auch nur 1m Kniestock realisieren ... aber eine Stadtvilla wäre im nächsten Bauabschnitt ohne Probleme möglich gewesen ... soll verstehen wer will...

Gruß

Karl
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