Wand schief?! wie damit umgehen

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BauherrRLP
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Wand schief?! wie damit umgehen

Beitrag von BauherrRLP » Do 5. Dez 2019, 10:04

Hallo zusammen,

Bei der Montage unserer Klimaanlage im Sommer ist dem Klima-Techniker aufgefallen, dass unsere Wand wohl schief ist.
Nachfrage bei Fingerhaus hat nur ergeben, dass dies die Standsicherheit nicht beeinflusst.

Auf ausdrückliche Nachfrage habe ich dann die Norm geschickt bekommen, wie die Abweichungen gemessen werden.
Auch einen Hinweis, dass dies oft durch Schleifen und Wandbelag kommen würde,war dabei.

Jetzt meine Frage:

Wir haben erst gedacht, dass die Tür schief ist, man kann mit der Wasserwage allerdings klar sehen, dass die Wand diese Abweichung hat.

Finger ist nicht darauf eingegangen, ob es ein Mangel ist, wie seht ihr das bzw wie würdet ihr vorgehen?

Ich wollte Finger bitten einen Bauleiter zu schicken, der das genau messen und anschauen kann.

Sollte das Ziel sein, wenn möglich den Fehler zu beseitigen oder Geld zurück auf Grund Mangel?

Oder direkt einen Gutachter beauftragen auch wenn ggf Geld in den Sand gesetzt ist und nichts dabei herauskommt.

Vielen Dank für eine Einschätzung!

Grüße
Olaf
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Re: Wand schief?! wie damit umgehen

Beitrag von stevenprice » Do 5. Dez 2019, 14:50

Puh, bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube bis 8 mm Abweichung bei max. 3 Meter Höhe ist "in Ordnung". Mängelbeseitigung würde eine riesen Baustelle bedeuten, würde ich glaue ich auch dann nicht machen, wenn es 10 mm sind. Alles in der Annahme, dass die Abweichung keine Folgeschäden bedeutet.
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Re: Wand schief?! wie damit umgehen

Beitrag von BigNose82 » Fr 6. Dez 2019, 07:20

Dito. Vielleicht kann man die Fläche bei der ersten Renovierung ins Lot putzen oder spachteln. Wie siehts denn auf der anderen Seite der Wand und natürlich im angrenzenden Zimmer aus? Ist sie über die gesamte Länge gekippt, oder sogar in sich verdreht?
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Re: Wand schief?! wie damit umgehen

Beitrag von BauherrRLP » Fr 6. Dez 2019, 07:26

Ist eine gute Frage. Werde später mal mit der Wasserwage genauer schauen.

Es sind an der Stelle halt 3 cm über die Länge der Tür.
Ob man das wirklich so verputzten kann?
Auch bleibt für mich die Frage so hinnehmen, Finger darauf ansetzen oder ggf sogar privat Gutachter?
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Re: Wand schief?! wie damit umgehen

Beitrag von Neo2017 » Fr 6. Dez 2019, 09:08

Wir haben auch eine schiefe Wand im OG. Das haben wir erst beim einbauen der Türen festgestellt. Oben liegt die Türzarge sauber an der Wand an und unten haben wir einen Spalt von 10 mm. Auf Nachfrage bei FH haben wir auch die Norm mit den Toleranzen zugeschickt bekommen. Laut dieser Norm ist alles innerhalb der Toleranz. Ich meine 12 mm auf 2 Meter Wandlänge wären außerhalb der Toleranz gewesen. Wir haben dann eine Kartusche mit Acryl zugeschickt bekommen, damit wir den Spalt an der Zarge damit auffüllen können.
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Re: Wand schief?! wie damit umgehen

Beitrag von BauherrRLP » Fr 6. Dez 2019, 09:31

Wie habt ihr das so genau gemessen? In diesen Normen finde ich es voll kompliziert beschrieben...
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Re: Wand schief?! wie damit umgehen

Beitrag von BigNose82 » Fr 6. Dez 2019, 09:35

Du hältst eine Wasserwaage senkrecht über die komplette Höhe und misst den Abstand...
Alternativ baust du dir ein Lot und misst wieder den Abstand.
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Re: Wand schief?! wie damit umgehen

Beitrag von Shadow85 » Fr 6. Dez 2019, 09:38

3cm über die Länge der Tür ist schon heftig. Klar ist das ärgerlich, ist die Frage ob Du unbedingt eine Nachbesserung haben willst.

Ich hab nämlich den ganzen Baumangel Trip hinter mir, allerdings glücklicherweise nur von der Holzständergarage. Diese war nicht von FH. Ich kann nur folgende Hinweise geben:
- Ein selbst beauftragter Gutachter kostet zwischen 300€ - 600€
- FH muss das Gutachten nicht anerkennen / akzeptieren (und erstattet auch nicht die Kosten dafür)
- Sofern Du dann weiter gehen willst und keine Baurechtschutz hast --> lass es gut sein. Es wird exorbitant teuer.
- Baumängel vor Gericht laufen fast immer auf einen Vergleich hinaus (du musst die Hälfte der Gerichtskosten tragen)

Unterm Strich: wir hatten einen geschätzten Schaden von 7000€, unsere 3(!) Gutachter haben zusammen 1500€ gekostet, Anwalt + Gericht haben ungefähr mit 4500€ zu buche geschlagen und als Entschädigung konnten wir 5500€ aushandeln. Das ganze konnte sich nur als Nullrechnung daraus herausstellen, weil wir eine Baurechtschutz hatten und wir einen Dienstleister gefunden haben, der die Restaurierung für ca. 4000€ durchführt.

Aber:
FH ist meist sehr kulant und nicht auf einen Rechtstreit aus. Ich würde mich bei FH nach oben durchtelefonieren, der Bauträger hat immer ein Recht auf Nachbesserung bevor du Geld (zurück) verlangen kannst. Jedoch ist zu beachten, dass Du dann zuhause wieder für ein paar Tage / Wochen eine Baustelle hast. Es sein FH erklärt sich bereit dir etwas zu erstatten und du damit zufrieden bist.

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