Ermitteln der monatlichen Leistungsaufnahme LWZ

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Shadow85
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Ermitteln der monatlichen Leistungsaufnahme LWZ

Beitrag von Shadow85 » Mo 3. Feb 2020, 21:36

Hallo Zusammen,

da ich auch immer fleißig meine LWZ tweake und überwache, habe ich bisher immer die monatliche Leistungsaufnahme direkt am Wärmepumpen eigenen Zähler in HT und NT abgelesen. Seit zwei Wochen hab ich jetzt Power-to-Heat über eine PV-Anlage - und mit dem Ablesen wird es jetzt schwierig.

Zwar kann ich rechnerisch immer noch ermitteln, wieviel Energie die LWZ aus dem Netz gezogen hat, aber nicht wieviel die LWZ insgesamt benötigt hat. Nun habe ich mal die Leistungsaufnahme direkt von der LWZ unter Info abgelesen, hier finde ich aber nur Tageswerte und Werte seit... beginn an?

Daher meine Frage: wie ermittelt oder lest ihr die Leistungsaufnahme eurer Wärmepumpe aus?

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Dr. Bob
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Re: Ermitteln der monatlichen Leistungsaufnahme LWZ

Beitrag von Dr. Bob » Mo 3. Feb 2020, 22:26

Power to heat? da würde mich jetzt umgekehrt interessieren, wie Du das umgesetzt hast :-)
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Shadow85
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Re: Ermitteln der monatlichen Leistungsaufnahme LWZ

Beitrag von Shadow85 » Di 4. Feb 2020, 08:18

Klar gerne:
es handelt sich um eine Kaskadenschaltung der Stromzähler, wie sie schon mal im LWZ Einstellungsthread angesprochen wurde.
Im Prinzip läuft das so: der von der PV erzeugte Strom fließt zunächst in die Hausstromversorgung, wenn hier alles abgedeckt ist fliest er weiter über den Haushaltsstromzähler zur Wärmepumpe. Wenn auch die WP derzeit nicht so viel Strom benötigt wie erzeugt wird, dann wird der Überschuss ins Netz eingespeist.

Das Problem ist: durch die Kaskadenschaltung zählt der WP-Zähler den Hausstrom mit. Der Versorger weiß das und rechnet somit den tatsächlichen Verbrauch aus. Aber nicht jeder Stromanbieter "versteht" die Kaskadenschaltung, somit bin ich -zumindest bei dem WP Strom- bei der Auswahl der Stromanbieter etwas eingegrenzt. Derzeit bin ich bei EnBW, die können das z.B., aber auch mein Grundversorger LEW hat spezielle Power-To-Heat Verträge die die Kaskadenschaltung verstehen.

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Re: Ermitteln der monatlichen Leistungsaufnahme LWZ

Beitrag von Dr. Bob » Di 4. Feb 2020, 08:32

Ahhhhhhhh.
Ich dachte, Du hast (gibts ja in großen Maßstäben schon) einen Wärmespeicher, der (mit gewissen Verlusten) Strom in Form von Wärme speichern und später wieder abgeben kann...
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Re: Ermitteln der monatlichen Leistungsaufnahme LWZ

Beitrag von Shadow85 » Di 4. Feb 2020, 09:45

Ne, eigentlich ist der ganze Kram relativ simpel ;) als ich das erste mal Power-to-Heat gehört habe, dachte ich auch an etwas komplexeres.

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Re: Ermitteln der monatlichen Leistungsaufnahme LWZ

Beitrag von Dr. Bob » Di 4. Feb 2020, 11:37

Ja...aber leider ist das nix für mich. Mein Plan ist zwar eine Photovoltaik nächstes Jahr, allerdings will ich nicht einspeisen. Mittelfristig kommt ein Elektroauto ins Haus, das idealerweise von Car-to-grid kann, so dass in Kombi mit einem Speicher im Keller alles an erzeugtem Strom selbst vertraucht wird.
Aber darüber muss ich mir dann Gedanken machen, wenns soweit ist.
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Re: Ermitteln der monatlichen Leistungsaufnahme LWZ

Beitrag von ArminT » Di 4. Feb 2020, 13:01

Shadow85 hat geschrieben:
Di 4. Feb 2020, 08:18
Klar gerne:
es handelt sich um eine Kaskadenschaltung der Stromzähler, wie sie schon mal im LWZ Einstellungsthread angesprochen wurde.
Im Prinzip läuft das so: der von der PV erzeugte Strom fließt zunächst in die Hausstromversorgung, wenn hier alles abgedeckt ist fliest er weiter über den Haushaltsstromzähler zur Wärmepumpe. Wenn auch die WP derzeit nicht so viel Strom benötigt wie erzeugt wird, dann wird der Überschuss ins Netz eingespeist.
.......

Bild
Hi..
Da könnte man aber jetzt doch auch noch einen Speicher dazuwischen hängen, bevor das ins Netz geht.. oder ?
Oder rechnet sich das dann nicht mehr.. ?

Wieviel KWP hat du für Deine Lösung auf dem Dach ? Ich plane gerade mit 6-7KWP
Wir bauen ein NEO 465 S 130 - http://hausbau.armin-thorandt.de/
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Architektt: 08/2019
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Hausstellung: 27.08.2020

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Re: Ermitteln der monatlichen Leistungsaufnahme LWZ

Beitrag von Shadow85 » Di 4. Feb 2020, 14:32

Jo, selbstverständlich geht das ganze auch mit Speicher, aber der war uns dann derzeit doch zu teuer. Jedoch könnten wir theoretisch jederzeit nachrüsten. Du hast natürlich absolut Recht, Einspeisen ist bei den derzeitigen Preisen überhaupt nicht rentabel, nur bei Eigenverbrauch zahlt sich die Anlage aus. Jedoch beträgt die "Ruheleistungsaufnahme" des Hauses - also wenn niemand daheim ist - lediglich 150W, was ja auch toll ist :D aber was macht man mit dem restlichen Strom? Der fließt durch die Power-to-Heat Lösung dann zur Heizung. Wenn die auch keinen Bock auf Arbeit hat, wird der Überschuss verkauft - so bleiben zumindest knapp 10ct pro kWh übrig, die ich in die Tasche stecken darf.

Mit Speicher würde der Überschuss dann in diesen fließen - und wenn der voll ist geht der Rest dann ins Netz. Jedoch habe ich von Bekannten mit PV und Speicher schon gehört, dass der Speicher eigentlich "nur" dafür da ist ohne Netzbezug durch die Nacht zu kommen. Derzeit in den Wintermonaten ist die Ausbeute jedoch nicht so hoch, als dass das immer klappt.

Wir haben genau 7kWp auf unserem 25° Zeltdach, 60% der Platten zeigen nach Süden und 40% nach Westen. Wir hätten auch 10kWp machen können wenn die Ostseite noch dabei wäre. Aber wir fanden, dass sich der Mehrpreis dafür dann nicht mehr rentiert hätte.

Bilanz bisher: in den ersten 20 Tagen haben wir 157kWh erzeugt. Davon leider nur 54kWh selbst verbraucht und den Rest eingespeist -.-

Das ist aber alles eigentlich ganz schön Offtopic :D

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Re: Ermitteln der monatlichen Leistungsaufnahme LWZ

Beitrag von Karle » Di 4. Feb 2020, 17:18

Hi !

Ich habe zur Ermittlung des Verbrauchs der LWZ einen separaten Hutschienenzähler (S0 Zähler) im Zählerschrank, da sehe ich dann genau was die LWZ verbraucht hat (also Eigenverbrauch + Strombezug aus dem Netz).

Dasselbe auch für den restlichen Hausstrom.

Gruß

Karl
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Re: Ermitteln der monatlichen Leistungsaufnahme LWZ

Beitrag von Shadow85 » Mi 5. Feb 2020, 09:18

Interessant, das macht natürlich das auslesen echt einfach. Aber ich fürchte in meinem Zählerschrank wird's langsam eng, und ich wollte nicht weiter Geld investieren.

Was ich mir überlegt habe: evtl. könnte man auch in FHEM den monatlichen Verbrauch mit einem kurzen Skript ermitteln. Hat das schon mal jemand gemacht?

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Re: Ermitteln der monatlichen Leistungsaufnahme LWZ

Beitrag von BigNose82 » Mi 5. Feb 2020, 09:34

Die LWZ internen Zähler würde ich für eine seriöse Zählung nicht verwenden.
Was ich noch nicht so ganz durchblicke: Du weißt, was die PV produziert hat, dau weißt, was vom und zum Netz gegangen ist und es ist noch ein Zähler dazwischen.
Warum kannst du dir die Nettoenergie zur LWZ daraus nicht ausrechnen? Zeigen die Zähler nur Bilanzwerte?

Dazu kommt - wie ist die LWZ insgesamt angeschlossen? Hängt sie jetzt vollständig zwischen Zähler 2 und 3, oder hängt die Steuerung und Lüftung noch am HH Strom?
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Re: Ermitteln der monatlichen Leistungsaufnahme LWZ

Beitrag von Shadow85 » Mi 5. Feb 2020, 10:55

Okay, d.h. der Anzeige der LWZ ist nicht zu trauen.

Vielleicht sollte ich mein Ableseproblem genauer erläutern: das Bild das ich angehängt habe ist nicht ganz korrekt - ich habe nicht wirklich 3 Zähler, sondern zwei Zweirichtungszähler. Einer für Haushaltsstrom und einer für die LWZ. Beide zeigen mir aber eine Einspeisung an, der Haushaltzähler natürlich weniger als der LWZ Zähler. Durch die Kaskadenschaltung kann ich zwar ausrechnen, wie viel Leistung die LWZ aus dem Netz gezogen hat, aber wie viel davon kam nun vom Dach? Der Eigenverbrauch wird an keinem Zähler gemessen, nur der Überschuss oder der Netzbezug.

Wie die LWZ nun genau an welchem Zähler angeschlossen ist, weiß ich leider nicht. Die die Zähler sind verplombt, so das ich nicht sehe kann wie es verdrahtet ist, jedoch schaltet der Haupt-FI für die LWZ auch alles aus - daher vermute ich das auch die Steuerung an dem LWZ Zähler hängt.

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